Lebenslauf
| 25.10.1757 |
Heinrich Friedrich Karl vom Stein als neuntes Kind des Reichsfreiherrn Karl Philipp vom
und zum Stein und seiner Frau Henrietta Karolina,in Nassau geboren. |
| 1773 |
Karl vom Stein in Begleitung seines Hofmeisters Friedrich Rudolf Salzmann in
Göttingen. Er nimmt das Studium der Rechts- und Staatswissenschaften auf. |
| 1777 |
Stein in Wetzlar. Praktikum am dortigen Reichskammergericht. Stein reist an den Hof
des Kurfürsten von Mainz. |
| 1780 |
Stein kehrt nach Berlin zurück. Er wird im Bergwerks- und Hüttendepartment
angestellt. |
| 1780-1808 |
Vom Stein als Beamter im Dienste des preußischen Königs. |
| 1782 |
Vom Stein zum Oberbergrat befördert.Studium an der Bergakademie Freiberg/Sachsen. |
| 1783 |
Henrietta vom Stein, seine Mutter, gestorben. Die Heiratspläne mit Fräulein
von Weyhern zerschlagen sich. |
| 1784 |
Stein zum Direktor der Westfälischen Bergämter und der Mindenschen
Bergwerkskommission ernannt. |
| 1785 |
Stein erreicht,daß Kurmainz dem Fürstenbund beitritt. |
| 1786 |
Stein zum Geheimen Oberbergrat ernannt. Zum Studium des Bergbaus in England. |
| 1787 |
Stein in England unter Spionageverdacht. Rückker nach Deutschland. Ernennung
zum Direktor der Klevischen Kammer. |
| 1787 |
Vater Karl Philipp vom und zum Stein gestorben. |
| 1792 |
In Gießen Besprechung mit seinem Bruder Johann Friedrich, dem preußischen
Gesandten in Mainz.Gemeinsam rufen sie die Reichsfürsten zum Widerstand auf. Vom Stein wirbt um die
Hand von Wilhelmine Friderike Gräfin von Wallmoden-Gimborn. |
| 1793 |
Stein zum Präsidenten der Märkischen Kriegs-und Domainenkammert in Hamm ernannt. Er bezieht Wohnung im Schloß zu Celle. Verlobung und Heirat mit Wilhelmine von Wallmoden-Gimborn. Stein wird Präsident der Klevischen Kammer. |
| 1796 |
Tochter Henriette Luise geboren. |
| 1801 |
Geburt einer zweiten Tochter. Sie stirbt im folgenden Jahr. |
| 1802 |
Vom Stein wird zum Leiter der Spezialorganisations-Kommission für erworbene geistliche
Gebiete befördert; er ist Blüchers ziviler Administrator.
|
| 1803 |
Theres Marianne Magdalene, dritte Tochter, geboren.
Stein wird Oberpräsident der Münsterschen Kammer |
| 1804 |
Stein zum wirklichen Geheimen Staats-Kriegs- und dirigierenden Minister ernannt. |
| 1805 |
Auf Anraten Steins wird das Kriegsmanifest des Königs von Preußen veröffentlicht. | |
| 1806 |
Stein veröffentlicht seine erste bedeutende Denkschrift:
"Darstellung der fehlerhaften Organisation des Kabinetts und der Notwendigkeit der Bildung einer
Ministerialkonferenz".
Reformvorschläge für die obersten Behörden im Staat.Konferenz
von Osterode. Stein lehnt die Forderungen Napoleons ab. |
| 1807 |
Stein verliert als "widerspenstiger Staatsdiener" seinen Ministerposten.
"Nassauer Denkschrift" - Über die zweckmäßige Bildung der obersten und der
Provinzial-, Finanz- und Polizeibehörden in der preußischen Monarchie.Stein fordert die Teilnahme
des Bürgers am Staatsleben. Er verfaßt sein Testament.In Berlin Berufung zum Präsidenten des
Kammergerichts. Stein wird zum leitenden Minister ernannt.
"Edikt den erleichterten Besitz und den freien Gebrauch des
Grundeigentums sowie die Verhältnisse der Landbewohner betreffend". Erstes Reformgesetz zur
Bauernbefreiung |
| 1808 |
Stein in Berlin. Schwierige Verhandlungen mit den französischen Generalintendanten
Daru über Kriegskontributationen. Verhandlungen enden mit einem Kompromiß, der aber von Napoleon
nicht bestätigt wird.
Stein legt Fürst Widgenstein die Möglichkeiten einer antinapoleonischen Volkserhebung dar.
Der Brief wird von den Franzosen beschlagnahmt. Zar verläßt Königsberg. Stein bittet wegen
des beschlagnahmten Briefes um seine Entlassung und wird es auch. Stein kehrt zu seiner Familie nach Berlin
zurück. |
| 1809 |
Stein verläßt für drei Jahre Berlin. Unter dem Pseudonym von Voigt geht
die Familie Stein ins österreicher Exil. Weiterreise nach Prag. |
| 1810 |
Stein und Hardenberg treffen in Hermsdorf zusammen. |
| 1811 |
Stein bezieht mit seiner Familie Schloß Troja. |
| 1812 |
Stein reist auf Einladung des Zaren Alexander I. nach Rußland. Stein ist für
den Posten eines Beraters in deutschen Angelegenheiten vorgesehen. Er soll Chefpropagandist des Deutschen
Komitees werden. |
| 1813 |
Stein verläßt Petersburg und und kehrt nach Deutschland zurück. Stein
erkrankt in Breslau. Stein geht nach Prag und wird Präsident des Rates für die Verwaltung der von
Preußen und Russen besetzten deutschen Gebiete.
Stein entwirft einen Plan zur Wiederherstellung des Reiches. |
| 1814 |
Stein und Hardenberg formulieren den "Entwurf der Grundlagen der deutschen
Bundesverfassung" in 41 Artikeln. |
| 1815 |
Stein mit Goethe in Köln. Weiterreise nach Paris zu den Vorbereitungen der Zweiten
Pariser Friedensgesprächen. Stein erhält den Besitz Birnbaum bei Posen. Stein wird mit dem
Schwazen-Adler-Orden ausgezeichnet. |
| 1816 |
Stein protestiert gegen den Bruch der in der Nassauer Verfassung gegebenen Zusagen. |
| 1817 | Stein erkrankt am Schwarzen Star |
| 1818 |
Stein tauscht sein Gut Birnbaum gegen Cappenberg in Westfalen aus. |
| 1819 |
In Frankfurt Gründung der "Gesellschaft für ältere deutsche
Geschichtskunde". Stein Präsident der Zentraldirektion, Georg Heinrich Pertz wissenschaftlicher
Herrausgeber. Steins Frau Wilhelmine gestorben. |
| 1820 |
Stein reist mit seinen Töchtern nach Genf. |
| 1821 |
Stein in Rom. Er verfaßt ein "Verzeichnis verschiedener Handschriften
deutscher Geschichtsquellen in der Bibliothek des Vatikan". Kontakte zu B. G. Niebuhr, Franz von Reden
und Johann Nepomuk von Ringseis. |
| 1825 |
Henriette vom Stein heiratet Hermann Graf von Giech in Nassau. |
| 1826 |
Stein zum Marschall des Westfälischen Provinziallandtages ernannt. |
| 1827 |
Therese vom Stein heiratet Graf Ludwig von Kielmannsegg, einen entfernten Verwandten. |
| 1830 |
Geburt des Enkels Louis. |
| 1831 |
Freiherr vom Stein in Cappenberg gestorben. Überführung nach Nassau. |